Katrin Kraus ist Erziehungswissenschaftlerin und seit 2021 ordentliche Professorin für Berufs- und Weiterbildung an der Universität Zürich. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt an der Schnittstelle von Bildung, Arbeitswelt und Gesellschaft. Sie untersucht unter anderem lebenslanges Lernen, berufliche Bildung, Weiterbildung, Lernen am Arbeitsplatz sowie bildungspolitische Steuerungsfragen. Öffentlich belastbar dokumentiert sind vor allem ihr akademischer Werdegang, ihre Forschung und ihre Hochschulfunktionen. Private Angaben zu Ehe, Kindern oder Vermögen sind in den maßgeblichen institutionellen Quellen nicht ausgewiesen und werden deshalb nicht als Fakten dargestellt.
- Katrin Kraus im Überblick
- Ausbildung und wissenschaftlicher Werdegang
- Von der FHNW an die Universität Zürich
- Forschung von Katrin Kraus: Bildung, Arbeit und lebenslanges Lernen
- Aktuelle wissenschaftliche Arbeit und Funktionen
- Lehre und Bedeutung ihres Forschungsgebiets
- Was über das Privatleben bekannt ist
- Ein wissenschaftliches Profil mit Schwerpunkt Arbeitswelt und Bildung
Katrin Kraus im Überblick
| Merkmal | Verifizierte Angabe |
|---|---|
| Beruf | Erziehungswissenschaftlerin und Hochschullehrerin |
| Aktuelle Position | Professorin für Berufs- und Weiterbildung |
| Hochschule | Universität Zürich |
| Studium | Erziehungswissenschaft und Germanistik an der Universität Trier |
| Abschluss | Diplom-Pädagogin, Schwerpunkt Weiterbildung, 1999 |
| Promotion | Universität Zürich, 2005 |
| Habilitation | Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, 2012 |
| Geburtsjahr | 1973 |
Ein exakt belegtes Geburtsdatum geht aus den herangezogenen offiziellen Hochschulangaben nicht hervor. Die Ernennungsmitteilung der Universität Zürich bestätigt lediglich das Geburtsjahr 1973. Deshalb wird hier kein aktuelles Alter aus einem nicht vollständig verifizierten Geburtsdatum berechnet.
Ausbildung und wissenschaftlicher Werdegang
Das offizielle Profil der Universität Zürich zeichnet einen langen akademischen Weg nach. Kraus studierte Erziehungswissenschaft und Germanistik an der Universität Trier und schloss das Studium im Oktober 1999 als Diplom-Pädagogin mit dem Schwerpunkt Weiterbildung ab. Bereits seit 1996 war sie in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung tätig, unter anderem als Dozentin sowie in den Bereichen Bildungsplanung und Organisation.
Im April 2005 promovierte sie an der Universität Zürich. Ihre Dissertation trug den Titel „Vom Beruf zur Employability? Zur Theorie einer Pädagogik des Erwerbs“. Inhaltlich steht damit eine Frage im Mittelpunkt, die sich auch durch ihre spätere Forschung zieht: Wie hängen Bildung, Beruf und die Anforderungen der Erwerbswelt miteinander zusammen?
Der englische Begriff „Employability“ wird im Deutschen meist mit Beschäftigungsfähigkeit wiedergegeben. Gemeint ist damit im wissenschaftlichen Zusammenhang nicht nur eine bestimmte Berufsqualifikation, sondern die breitere Frage, welche Voraussetzungen Menschen benötigen, um sich in der Erwerbswelt bewegen und berufliche Veränderungen bewältigen zu können.
2012 habilitierte Kraus an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Ihre Habilitationsschrift behandelte Pädagogik im Kontext sozialen Wandels und gesellschaftlicher Transformation mit besonderem Blick auf Erwachsenenbildung, Weiterbildung und Berufsbildung. 2014 erfolgte die Umhabilitation an die Pädagogische Hochschule Freiburg mit einer Lehrbefugnis für Erziehungswissenschaft, insbesondere Erwachsenenbildung, Weiterbildung und Berufsbildung.
Von der FHNW an die Universität Zürich
Vor ihrer heutigen Professur arbeitete Kraus über viele Jahre in Forschung und Lehre an unterschiedlichen Hochschulen. Ihr offizieller Lebenslauf nennt unter anderem Tätigkeiten an den Universitäten Trier, Zürich, Konstanz, Heidelberg und Osnabrück sowie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg.
2009 übernahm sie an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz, kurz PH FHNW, die Professur für Erwachsenenbildung und Weiterbildung. Später gehörte sie auch der Hochschulleitung an und leitete das Institut Weiterbildung und Beratung. Damit umfasste ihr Aufgabenbereich neben Forschung und Lehre auch institutionelle Verantwortung für Weiterbildung und Beratung.
Die Ernennungsmitteilung der Universität Zürich vom 7. Dezember 2020 dokumentiert ihre Berufung zur ordentlichen Professorin für Berufs- und Weiterbildung mit Amtsantritt am 1. Mai 2021. Die Universität nennt darin auch frühere Stationen an der UZH und der PH FHNW sowie ihre Beteiligung am nationalen strategischen Projekt „Laufbahnoptionen für Lehrpersonen“ von swissuniversities.
Heute leitet sie am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich den Bereich Berufs- und Weiterbildung.
Forschung von Katrin Kraus: Bildung, Arbeit und lebenslanges Lernen
Inhaltlich beschäftigt sich Katrin Kraus mit der Frage, wie Bildung im Zusammenhang mit Gesellschaft und Erwerbsarbeit funktioniert. Zu ihren ausgewiesenen Forschungsschwerpunkten gehören Praktiken und Politiken des lebenslangen Lernens, berufliche und erwerbsbezogene Bildung, Workplace Learning sowie Bildungssteuerung und Policy-Analysen.
Lebenslanges Lernen beschreibt dabei den Gedanken, dass Bildung nicht mit Schule, Ausbildung oder Studium endet. Menschen lernen auch während ihres Berufslebens weiter – durch formale Weiterbildung, neue Aufgaben, betriebliche Lernangebote oder Erfahrungen unmittelbar im Arbeitsprozess.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt deshalb auf dem Lernen am Arbeitsplatz. Die Universität Zürich nennt unter anderem betriebliches Lernen, Professionalität, berufliche Bildung und Lernprozesse im Kontext von Erwerbstätigkeit. Kraus untersucht außerdem, wie verschiedene Akteure und politische Entscheidungen Berufsbildung und Weiterbildung beeinflussen, auch im internationalen Vergleich.
Hinzu kommen raum- und aneignungstheoretische Perspektiven auf Bildungsräume und Lernorte. Dahinter steht die Frage, wie Menschen Orte und Situationen tatsächlich zum Lernen nutzen. Ein Lernort muss demnach nicht ausschließlich ein Klassenraum oder Seminarraum sein; auch der Arbeitsplatz kann Möglichkeiten bieten, Wissen und berufliche Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Aktuelle wissenschaftliche Arbeit und Funktionen
Das aktuelle Hochschulprofil weist mehrere Funktionen außerhalb der unmittelbaren Lehrstuhlarbeit aus. Seit 2026 gehört Kraus dem Präsidium der European Society for Research on the Education of Adults, kurz ESREA, an. Außerdem nennt die Universität unter anderem ihre Tätigkeit im Fachhochschulrat des Kantons Zürich sowie Funktionen in wissenschaftlichen Herausgeber- und Redaktionsgremien.
Dass diese Forschung fortgeführt wird, zeigt eine 2026 veröffentlichte Studie in der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft. Gemeinsam mit Nina Wenger und Anna Moor befasst sich Kraus darin mit der Aneignung von Lerngelegenheiten im Kontext von Erwerbstätigkeit. Der Beitrag untersucht, wie typische Situationen entstehen, in denen Menschen im Verlauf ihrer beruflichen Tätigkeit Lernmöglichkeiten wahrnehmen und nutzen.
Die Arbeit knüpft damit unmittelbar an die langfristigen Themen ihres Lehrstuhls an: berufliches Lernen, Weiterbildung, Erwerbsarbeit und die Bedingungen, unter denen Menschen Wissen und Kompetenzen entwickeln.
Lehre und Bedeutung ihres Forschungsgebiets
Die Tätigkeit einer Professorin für Berufs- und Weiterbildung beschränkt sich nicht auf einzelne Ausbildungsberufe. Das Feld untersucht vielmehr, wie Menschen auf Erwerbsarbeit vorbereitet werden, wie sie sich während ihres Berufslebens weiterbilden und wie Institutionen, Unternehmen und Politik entsprechende Bildungsangebote gestalten.
An der Universität Zürich ist der Lehrstuhl in erziehungswissenschaftliche Studienprogramme auf Bachelor-, Master- und Promotionsstufe eingebunden. Hinzu kommen Angebote im Bereich Berufs- und Wirtschaftspädagogik sowie berufspädagogische Zusatzqualifikationen.
Das Forschungsfeld gewinnt gerade dort Bedeutung, wo sich Tätigkeiten und Qualifikationsanforderungen verändern. Weiterbildung betrifft deshalb nicht nur den Erwerb eines Zertifikats, sondern auch Lernprozesse innerhalb von Organisationen und Betrieben. Kraus’ wissenschaftliches Profil verbindet solche individuellen Lernprozesse mit größeren Fragen nach Arbeitswelt, Bildungssystem und gesellschaftlicher Veränderung.
Was über das Privatleben bekannt ist
Die öffentlich zugänglichen institutionellen Profile konzentrieren sich auf Ausbildung, Forschung, berufliche Stationen und wissenschaftliche Funktionen. Belastbare Angaben zu Ehepartner, Kindern, Körpergröße, Gesundheit oder Vermögen werden dort nicht gemacht. Solche Details sollten daher nicht aus unbestätigten Profilseiten, Namensgleichheiten oder anderen nicht eindeutig zuordenbaren Quellen übernommen werden.
Das ist bei diesem Namen besonders wichtig, weil mehrere Personen namens Katrin Kraus öffentlich auftreten. Biografische Angaben müssen deshalb eindeutig der Professorin für Berufs- und Weiterbildung an der Universität Zürich zugeordnet werden.
Ein wissenschaftliches Profil mit Schwerpunkt Arbeitswelt und Bildung
Der dokumentierte Werdegang zeigt vor allem eine kontinuierliche Beschäftigung mit Erwachsenenbildung, Weiterbildung, Berufsbildung und Lernen im Zusammenhang mit Erwerbsarbeit. Von der Erwachsenenbildung über Leitungsaufgaben an der PH FHNW bis zur ordentlichen Professur an der Universität Zürich liegen die öffentlich belegbaren Schwerpunkte klar im akademischen Bereich.
Wer nach ihrem Namen sucht, findet daher vor allem verlässliche Informationen über Forschung, Lehre und Hochschulfunktionen. Für weitergehende private Angaben fehlt dagegen eine vergleichbar belastbare öffentliche Grundlage.
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Markus Hubenschmid: Wissenschaftsjournalist, Autor und Ehemann von Ursula Cantieni