Denis Guyenon arbeitete als Standfotograf für die Krimiserie „Death in Paradise“. Er fotografierte für die Produktion und gehörte damit zum Team hinter der Kamera. Am Ende der 14. Staffel erinnerte die Serie an den am 6. Juli 2024 verstorbenen Fotografen. Die Widmung galt einem langjährigen Mitarbeiter, dessen Aufnahmen die öffentliche Präsentation der Serie begleiteten. Guyenon wurde 59 Jahre alt.
Warum „Death in Paradise“ an ihn erinnerte
In der achten und letzten Folge der 14. Staffel, die BBC One am 28. März 2025 ausstrahlte, erschien kurz vor dem Abspann eine französische Gedenkeinblendung. Sie enthielt die Worte „En la mémoire de notre ami Denis Guyenon“ – auf Deutsch: „In Erinnerung an unseren Freund“ – sowie die Lebensdaten 24. Juni 1965 und 6. Juli 2024.
Der Bericht von TV Guide zur Widmung im Staffelfinale dokumentiert die Einblendung und die Würdigung durch Kollegen. Der ausführende Produzent Tim Key bezeichnete den Fotografen darin als einen geschätzten und wichtigen Teil des Teams. Er betonte, wie viele der veröffentlichten Serienfotos von ihm stammten. Auch die für die Bildpressearbeit zuständige Alex Gill erinnerte an ihre langjährige Zusammenarbeit und seinen Einsatz für die Öffentlichkeitsarbeit der Produktion.
Denis Guyenon und seine Arbeit als Standfotograf
Die englische Berufsbezeichnung „stills photographer“ bezeichnet einen Fotografen, der Einzelbilder für eine Film- oder Fernsehproduktion anfertigt. Bei Guyenon lässt sich diese Arbeit unmittelbar an den Veröffentlichungen zu „Death in Paradise“ nachvollziehen: Sein Name steht als Urheber unter offiziellen Serienbildern.
Ein konkretes Beispiel liefert die Mitteilung von Red Planet Pictures zum Drehstart der neunten Staffel vom 21. Mai 2019. Die Produktionsfirma nennt ihn dort beim begleitenden Foto. Zugleich kündigt sie die Dreharbeiten auf Guadeloupe mit Ardal O’Hanlon als Ermittler Jack Mooney an. Guyenons Beitrag zu dieser Veröffentlichung war das fotografische Material zur Serie.
Auch die Presseunterlagen von France Télévisions zur elften Staffel führen ihn mehrfach ausdrücklich als Fotografen auf. Die dort bereitgestellten Aufnahmen tragen Bildnachweise von Red Planet Pictures aus den Jahren 2021 und 2022. In Frankreich wird die Serie unter dem Titel „Meurtres au paradis“ präsentiert. Damit ist seine fotografische Arbeit sowohl in Veröffentlichungen der Produktionsfirma als auch in den Materialien eines ausstrahlenden Senders dokumentiert.
Seine Bilder fanden außerdem Eingang in deutsche Programmankündigungen. So nennt eine Vorschau von TV Movie für eine ZDFneo-Ausstrahlung im August 2026 den Bildnachweis „ZDF/Denis Guyenon“. Wer seinen Namen unter einem Szenenfoto entdeckt, findet dort also die Angabe zum Fotografen der Aufnahme.
Werbeaufnahmen, Magazine und „Capitaine Marleau“
Das berufliche Werk von Denis Guyenon umfasste mehr als die britische Krimiserie. Er arbeitete als selbstständiger Fotograf auf Guadeloupe und übernahm auch Aufträge für Werbung, Zeitschriften und Veranstaltungen.
Der Nachruf von Karib’Info vom 10. Juli 2024 nennt unter anderem Arbeiten für die Magazine „Joho“, „TV Mag“ und „Le Mag“. Zu seinen fotografischen Motiven gehörten Gegenstände wie Taschen und Schmuck. Die Autorin Cécilia Larney beschreibt dabei besonders die Anordnung der Objekte und den Einsatz von Licht als Bestandteile seiner Arbeit.
Der Nachruf führt außerdem seine Mitarbeit an den Dreharbeiten zu einer auf Guadeloupe entstandenen Folge der französischen Krimiserie „Capitaine Marleau“ auf. Neben der längerfristigen Verbindung zu „Death in Paradise“ gehört damit auch diese Produktion zu seinen dokumentierten Fernsehaufträgen. Seine Tätigkeit verband die Fotografie für Fernsehproduktionen mit Werbe- und Magazinarbeiten vor Ort.
