Nazan Gökdemir ist Journalistin und Fernsehmoderatorin. Sie präsentiert das „ARTE Journal“ und das ZDF-Nachrichtenmagazin „heute journal update“. Zu ihrem beruflichen Werdegang gehören außerdem „drehscheibe Deutschland“, „Forum am Freitag“ und dokumentarische Arbeiten. Ihre offizielle ZDF-Biografie beschreibt den Weg vom Redaktionsvolontariat bis zur Nachrichtenmoderation.
Wer sie vor allem aus dem Studio kennt, findet in ihren Reportagen eine weitere Seite ihrer Arbeit. Darin beschäftigt sie sich mit Einwanderungsgeschichte, religiöser Vielfalt und gesellschaftlicher Teilhabe. Die veröffentlichten Beiträge zeigen sie als Reporterin, die Menschen besucht und deren Erfahrungen zum Ausgangspunkt einer Geschichte macht.
Alter und biografische Eckdaten
Die persönlichen Eckdaten stammen aus dem Presseprofil des ZDF. Das angegebene Alter ergibt sich aus dem dort veröffentlichten Geburtsdatum.
| Merkmal | Bestätigte Angabe |
|---|---|
| Geburtsdatum | 31. Dezember 1980 |
| Geburtsort | Hannover |
| Alter | 45 Jahre, Stand: 10. September 2026 |
| Beruf | Journalistin und Fernsehmoderatorin |
Ausbildung zwischen Deutschland und Frankreich
Nach dem Abitur 2000 absolvierte sie 2000/2001 ein Praktikum bei der Kommunikationsagentur Agenda in Paris. Von 2001 bis 2006 studierte sie „Europäische Medienkultur“ in Weimar und Lyon. Währenddessen sammelte sie praktische Erfahrungen beim ZDF, beim Saarländischen Rundfunk und bei Euronews. Diese Ausbildungsstationen führt das ZDF in ihrem Lebenslauf auf.
Der Studiengang verbindet die Bauhaus-Universität Weimar mit der Université Lumière Lyon 2. Wie der offizielle Alumniverein erläutert, lernen deutsche und französische Studierende gemeinsam an beiden Hochschulen. Die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg gehört damit zum Aufbau des Studiums. Bei Gökdemir lässt sich eine fachliche Verbindung zur späteren Tätigkeit für den deutsch-französischen Sender ARTE erkennen.
2006 und 2007 arbeitete sie bei der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit in Brüssel. Anschließend folgte 2008/2009 ein Redaktionsvolontariat beim ZDF. Von 2009 bis 2011 war sie dort Redakteurin und Reporterin für „drehscheibe Deutschland“. Vor der regelmäßigen Nachrichtenmoderation standen somit Tätigkeiten in der Redaktion und als Reporterin. Auch diese Stationen sind in der Senderbiografie dokumentiert.
Nazan Gökdemir beim „ARTE Journal“
Seit 2012 moderiert die Journalistin das tägliche „ARTE Journal“. Diesen Einstieg nennt ihre ZDF-Biografie. Der Sender ARTE beschreibt das Nachrichtenmagazin als Angebot mit einer europäischen Perspektive auf Politik und Kultur. Verantwortlich ist eine deutsch-französische Redaktion.
Auf der offiziellen Sendungsseite stehen neben vollständigen Nachrichtenausgaben auch einzelne Beiträge bereit. Das Spektrum reicht von europäischer Politik über internationale Reportagen bis zu Kultur, Wissenschaft und Umwelt. Für Zuschauerinnen und Zuschauer wird dadurch deutlich, in welchem thematischen Umfeld die Moderatorin arbeitet.
Zum Profil des Magazins gehören sowohl aktuelle politische Entwicklungen als auch kulturelle Themen. Die Programmseite bündelt beispielsweise Berichte über Kunst, Konzerte, Kino und Theater. Das „ARTE Journal“ verbindet damit unterschiedliche Ressorts innerhalb eines Nachrichtenangebots, dessen Blick ausdrücklich über einzelne nationale Perspektiven hinausgeht.
Reportagen über Migration, Religion und Gesellschaft
Von 2013 bis 2020 arbeitete Gökdemir als Moderatorin und Reporterin für „Forum am Freitag“. Diesen Zeitraum bestätigt das ZDF-Presseportal. Einzelne Sendungen machen ihre Arbeit dort besonders anschaulich.
Für die Ausgabe „Wie war das damals?“ vom 9. November 2018 besuchte sie DOMID in Köln, das Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland. Der Beitrag beschäftigte sich damit, wie persönliche Gegenstände Einwanderungsgeschichte erzählen können. Im Mittelpunkt stand das Ziel, Migration als normalen Bestandteil der deutschen Geschichte sichtbar zu machen.
Ein anderes Beispiel ist „Transfrau und Muslima“ vom 2. Februar 2018. Darin berichtete sie über Leyla Jagiella, die sich als Transfrau und Muslima beschreibt. Der Beitrag griff Fragen zur Geschlechtsidentität und zum Islam auf und näherte sich ihnen anhand einer persönlichen Lebensgeschichte.
Auch politische Teilhabe gehörte zu ihren Themen. Für eine Ausgabe vom 14. Februar 2020 traf sie Ozan Iyibas, der damals für die CSU als Bürgermeisterkandidat in Neufahrn antrat. Das ZDF stellte ihn als ersten muslimischen Bürgermeisterkandidaten der Partei vor.
An diesen Beispielen lassen sich unterschiedliche Zugänge zu gesellschaftlicher Vielfalt erkennen: historische Erinnerung, individuelle Erfahrungen und kommunalpolitisches Engagement. Sie geben einen konkreten Einblick in die Themen, mit denen sich die Journalistin außerhalb des Nachrichtenstudios beschäftigte.
„Europas Muslime“ mit Hamed Abdel-Samad
Ein weiteres Projekt war die Dokumentarreihe „Europas Muslime – Auf Reisen mit Nazan Gökdemir und Hamed Abdel-Samad“. Gemeinsam mit dem Islamkritiker erkundete die Journalistin muslimisches Leben in Europa. Die Programmübersicht von fernsehserien.de nennt den 11. April 2017 als deutsche Fernsehpremiere bei ARTE.
Die dort veröffentlichte ARTE-Programmbeschreibung nennt Deutschland, Frankreich, Belgien und Spanien als Schauplätze. Im Zentrum stand der europäisch-muslimische Alltag. Die Reihe griff damit ein Thema auf, das auch in ihren anderen Reportagen vorkam, und betrachtete es über mehrere Länder hinweg.
Aus den belegten Projekten ergibt sich ein wiederkehrender journalistischer Schwerpunkt: das Zusammenleben in vielfältigen Gesellschaften. Das ist eine Einordnung ihrer veröffentlichten Arbeit. Persönliche religiöse Überzeugungen lassen sich daraus nicht ableiten.
Seit 2020 beim „heute journal update“
Mit dem „heute journal update“ kam 2020 eine weitere Nachrichtenaufgabe hinzu. Das neue ZDF-Format startete am 7. September 2020. Für die Moderation kündigte der Sender damals Hanna Zimmermann und Gökdemir im Wechsel an; auch Redaktionsleiter Wulf Schmiese sollte einzelne Wochen übernehmen. Darüber berichtete W&V auf Grundlage einer dpa-Meldung.
Die Spätausgabe sollte den neuesten Stand zu den Themen des Tages liefern. Zum angekündigten Konzept gehörten Hintergrundberichte, Interviews und Schaltgespräche. Das ZDF verband den Start mit dem Grundsatz, dass eine Redaktion zwei eigenständige Nachrichtensendungen betreut.
Auch die aktuelle ZDF-Sendungsseite beschreibt das „up:date“ als aktualisierte Spätausgabe des „heute journal“. Für das Publikum erklärt das die Funktion des Formats: Ereignisse können sich nach der Abendausgabe weiterentwickeln. Die spätere Sendung greift solche Entwicklungen auf und ergänzt die Berichterstattung.
Vollständige Ausgaben und einzelne Beiträge sind auf der Programmseite abrufbar. Wer ihre Nachrichtenarbeit kennenlernen möchte, findet dort das Format, für das sie laut ihrem offiziellen Senderprofil seit September 2020 als Moderatorin tätig ist.
Was über Ehe und Familie bekannt ist
Zu einer Ehe, einem Ehepartner oder Kindern gibt es in den ausgewerteten seriösen Quellen keine verlässliche öffentliche Bestätigung. Ihr Familienstand lässt sich deshalb nicht zuverlässig angeben. Fehlende öffentliche Angaben erlauben keine Schlussfolgerung darüber, ob sie alleinstehend ist oder Kinder hat.
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